Was ist eine Gütestelle

Staatlich anerkannte Gütestelle ist, wer nach Überzeugung des zuständigen Landgerichts die Gewähr für eine qualifizierte, objektive und unabhängige Streitschlichtung bietet.

Die Schlichtung muss zudem als dauerhafte Aufgabe betrieben werden und nach einer Verfahrensordnung vorgehen, die dem deutschen Schlichtungsgesetz entspricht.

Wo liegen Ihre Vorteile bei einem Güteverfahren?

Gerichtsverfahren kosten Sie wertvolle Zeit und können mit einem erheblichen Kostenrisiko verbunden sein. Zudem ist der Ausgang des Rechtsstreits meist ungewiss. Sicher ist nur das Ende geschäftlicher und persönlicher Beziehungen.

Das freiwillige Güteverfahren bietet Ihnen die sinnvolle Möglichkeit, einen Konflikt schnell, diskret und kostengünstig zu lösen. Unter der Leitung unserer Gütestelle erarbeiten Sie gemeinsam mit der anderen Streitpartei die Lösung des Konflikts. Sie vertreten so effektiv Ihre Interessen und erhalten Ihre geschäftlichen und persönlichen Beziehungen.

  • Der Güteantrag hemmt die Verjährung Ihrer zivilrechtlicher Ansprüche.

Gemäß § 204 BGB wird die Verjährung bereits mit Einreichung des Antrags bei der Gütestelle gehemmt,  wenn der geltend gemachte Anspruch genau bezeichnet ist und der Güteantrag Ihrem Gegner demnächst auf Ihre Veranlassung hin bekannt gegeben wird. Gerne unterstützen wir Sie bei der Antragstellung.

  • Sie können die Zwangsvollstreckung aus dem Gütevergleich betreiben

Die außergerichtliche Einigung, die Sie mit Ihrem Gegner vor der Gütestelle finden, wird protokolliert. Aus diesem Protokoll können Sie die Zwangsvollstreckung betreiben, wie aus einem gerichtlichen Vergleich.

  • Der Konflikt wird nicht öffentlich

Gerichtsverhandlungen finden grundsätzlich öffentlich statt. Schlichtung und Mediation sind dagegen vertrauliche Verfahren. Mit einem Güteverfahren erreichen Sie Diskretion im geschäftlichen Bereich und schützen Ihre Privatsphäre.

  • Der Streit wird umfassend gelöst

Der Richter beurteilt Ihren Fall aus rechtlicher Sicht und damit stark verkürzt. Die Ursache des Problems liegt aber häufig im wirtschaftlichen oder sozialen Bereich, der vor Gericht nicht Entscheidungsgrundlage ist. Im Güteverfahren gehen Sie mit Hilfe des Schlichters mit Ihrem Gegner „an die Wurzel“ des Konflikts und lösen ihn dort nachhaltig.

Susanne Janthur (Rechtsanwältin, Wirtschaftsmediatorin)

Die Gütestelle befasst sich mit Schlichtung aus allen Bereichen des Zivilrechts, unabhängig vom Streitwert.

Sie wird auf Antrag einer Partei tätig. Die Gütestelle führt mündliche Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit dem Ziel, zwischen den Konfliktparteien eine interessengerechte Vereinbarung herbeizuführen. Das Verfahren richtet sich nach der Verfahrensordnung der Gütestelle.

Das Honorar berechnet die Gütestelle nach dem Zeitaufwand gemäß der Verfahrensordnung. Wird ein Vergleich protokolliert, fällt zusätzlich eine Einigungsgebühr nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz an. Soweit keine andere Vereinbarung getroffen wurde, tragen die Parteien die Kosten zu gleichen Teilen.

Zur Verfahrensordnung